Sanfte natürliche Hormonregulationstherapie in der Frauenheilkunde
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Fachartikel über natürliche Hormonregulation, Hormonrezeptoren und niedrig dosierte bioidentische Hormone – mit zwei ausführlichen Praxisfällen.
Beschreibung
Natürliche Hormonregulationstherapie in der Frauenheilkunde
Die natürliche Hormonregulationstherapie betrachtet hormonelle Beschwerden nicht isoliert. Neben den Geschlechtshormonen werden auch Schilddrüse, Nebenniere, Nervensystem, Immunsystem, Darm, Leber, Stressbelastung und Mikronährstoffversorgung in die therapeutische Einordnung einbezogen.
Der Fachartikel „Die sanfte natürliche Hormonregulationstherapie“ von Silke Uhlendahl und Marie Greiff beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz für die Frauenheilkunde. Im Mittelpunkt stehen eine ausführliche Anamnese, eine passende Labordiagnostik und eine individuell abgestimmte Therapie. Die alleinige Betrachtung eines einzelnen Laborwertes reicht nach Auffassung der Autorinnen nicht aus, da auch die Beziehungen der Hormone untereinander und die Regulation der Hormonrezeptoren eine wichtige Rolle spielen.
Hormondiagnostik aus Blut, Speichel und Urin
Der Fachartikel vergleicht die Hormonbestimmung aus Serum, Speichel und Urin. Er erläutert, welche Informationen die verschiedenen Untersuchungsmaterialien liefern und weshalb die Fragestellung sowie eine bereits bestehende Hormontherapie bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen.
Die enthaltene Übersicht stellt die diagnostischen Möglichkeiten gegenüber:
- Serum zur Beurteilung des gesamten Hormonpools
- Speichel zur Messung freier Hormone
- Urin zur Untersuchung von Hormonmetaboliten
- Speichelkontrollen bei transdermaler Hormonanwendung
- Serumkontrollen bei oral eingenommenen Hormonen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Speichelhormondiagnostik und ihrer Anwendung bei transdermalen Hormonpräparaten.
Hormonrezeptoren und ihre Bedeutung für die Therapie
Hormone können ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie an passende Rezeptoren binden. Der Fachartikel beschreibt membranständige Rezeptoren und Kernrezeptoren und erklärt, wie Hormonsignale in der Zelle weitergegeben werden.
Von besonderer Bedeutung sind:
- Rezeptor-Up-Regulation bei Hormonmangel
- Rezeptor-Down-Regulation bei einem Hormonüberschuss
- verminderte Rezeptorsensitivität bei längerfristiger Überstimulation
- mögliche Mangelsymptome trotz hoher gemessener Hormonwerte
- die Bedeutung einer individuell angepassten Dosierung
Der Artikel verdeutlicht damit, weshalb höhere Hormondosierungen nicht automatisch zu einer stärkeren oder besseren Wirkung führen. Bei einem länger anhaltenden Überangebot kann die Zelle ihre Rezeptorzahl oder Rezeptorsensitivität reduzieren.
Bioidentische Hormone und Ultra-Low-Dose-Therapie
Die Autorinnen stellen die Anwendung bioidentischer Hormone in niedriger Dosierung als einen möglichen Bestandteil einer umfassenden Hormonregulationstherapie vor. Dabei wird die hormonelle Substitution nicht als alleinige Maßnahme verstanden, sondern in ein ganzheitliches Therapiekonzept eingebettet.
Dieses kann unter anderem umfassen:
- hormonelle Diagnostik
- Unterstützung der hypothalamisch-hypophysären Regulation
- Förderung der körpereigenen Hormonsynthese
- Begleitung von Leber und Darm
- Untersuchung und Ausgleich von Mikronährstoffen
- Berücksichtigung von Stress und Nervensystem
- regelmäßige Verlaufskontrollen
Der Artikel beschreibt außerdem, wie supraphysiologische Dosierungen die Konzentration von Folgehormonen und Metaboliten beeinflussen können.
Praxisfall: Post-Pill-Amenorrhö und Kinderwunsch
Der erste Praxisfall schildert eine 29-jährige Patientin mit Kinderwunsch und ausbleibender Menstruation nach dem Absetzen eines hormonellen Kontrazeptivums.
Dargestellt werden unter anderem:
- anamnestische und diagnostische Überlegungen
- Darmsanierung
- Mikronährstoffdiagnostik
- Therapeutische Frauen-Massage
- spagyrische Begleitmaßnahmen
- ein regulativer Therapieansatz
Der Fall zeigt das schrittweise Vorgehen der Autorinnen und die Einbettung hormoneller Beschwerden in ein umfassenderes Therapiekonzept.
Praxisfall: Prämenstruelles Syndrom
Der zweite Fall beschäftigt sich mit einer 39-jährigen Patientin mit ausgeprägten Beschwerden vor der Menstruation. Dazu gehören Stimmungsschwankungen, Ängste, Kopfschmerzen, Brustspannen, Schlafstörungen und Dysmenorrhö.
Anhand wiederholter Speichelhormontests wird dargestellt, wie sich eine zunächst bestehende relative Östrogendominanz nach einer Progesteronanwendung in einen deutlichen Progesteronüberschuss veränderte. Der Fachartikel erläutert, wie eine Überdosierung zu einer Desensibilisierung der Hormonrezeptoren beitragen kann und weshalb regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig sind.
Mikronährstoffe und hormonelle Synthese
Auch die Mikronährstoffversorgung wird in die hormonelle Regulation einbezogen. Der Artikel nennt insbesondere:
- Magnesium
- Zink
- Kupfer
- Vitamin B6
Diese Stoffe werden als Cofaktoren hormonverarbeitender Enzyme beschrieben. Eine unzureichende Versorgung kann sich daher auf die hormonelle Synthese und Regulation auswirken.
Inhalte des Fachartikels
Der Fachartikel behandelt unter anderem:
- Grundlagen der natürlichen Hormonregulationstherapie
- Zusammenspiel von Endokrinum, Nervensystem, Psyche und Immunsystem
- Blut-, Speichel- und Urindiagnostik
- Auswahl des geeigneten Untersuchungsmaterials
- Hormonsynthese aus Cholesterin
- freie und gebundene Hormone
- Hormonrezeptoren und Signalübertragung
- Rezeptor-Up- und Down-Regulation
- Risiken zu hoher Hormondosierungen
- bioidentische Hormone
- Ultra-Low-Dose-Therapien
- Post-Pill-Amenorrhö
- prämenstruelles Syndrom
- Mikronährstoffe, Darm und Leber
- zwei ausführliche Praxisfälle
Für wen eignet sich der Fachartikel?
Der Fachartikel richtet sich insbesondere an:
- Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker
- Ärztinnen und Ärzte
- Apothekerinnen und Apotheker
- Therapeutinnen und Therapeuten mit Schwerpunkt Frauenheilkunde
- Fachpersonen aus Endokrinologie und Hormondiagnostik
- medizinische Fachkreise, die mit bioidentischen Hormonen arbeiten
- Teilnehmerinnen und Teilnehmer hormonbezogener Fachfortbildungen
Angaben zum Download
Titel: Die sanfte natürliche Hormonregulationstherapie
Autorinnen: Silke Uhlendahl und Marie Greiff
Erstveröffentlichung: Naturheilpraxis, Januar 2019
Format: PDF
Umfang des Fachartikels: 7 Fachartikelseiten innerhalb des Autorenabdrucks
Gesamtumfang der PDF-Datei: 14 Seiten
Zielgruppe: Medizinische und therapeutische Fachkreise
Bereitstellung: Digitaler Download
Fachlicher und zeitlicher Hinweis
Der Fachartikel wurde im Jahr 2019 veröffentlicht und gibt den damaligen Wissensstand sowie die therapeutischen Erfahrungen der Autorinnen wieder. Einzelne diagnostische Bewertungen, Produktangaben, Dosierungen, Referenzbereiche und Therapieempfehlungen können von aktuellen Leitlinien, Fachinformationen oder heutigen wissenschaftlichen Bewertungen abweichen.
Insbesondere bei bioidentischen Hormonen, verschreibungspflichtigen Präparaten und individuellen Rezepturen müssen aktuelle Fachinformationen, rechtliche Vorgaben und die persönliche Situation der Patientin berücksichtigt werden. Der Fachartikel ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Therapieentscheidung.


